Sektion Klinische Psychologie
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Abstracts zur Fortbildung

Fortbildung und MV 2018 finden am 15. September im Hotel Park Inn in Lübeck statt.

Der Tag beginnt von 11.00 Uhr bis 14.45 Uhr mit der Fortbildung
"Berufsfelder Klinischer Psychologinnen und Psychologen". Je 1 Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde wird aus dem Arbeitsbereich von Fachgruppen der Sektion angeboten:

  • Ralph Schliewenz "WAS KINDER BRAUCHEN - Klinisch-psychologische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland" Fachgruppe "Klinische Kinder- und Jugendlichenpsychologie"

    Der Anteil der Kinder und Jugendlichen in Deutschland, die psychisch auffällig sind, hat sich lt. eines kürzlich abgeschlossenen Projekts der "Aktion Psychisch Kranke e.V.", welches vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wurde, innerhalb einer Generation verdoppelt. Weiterhin erhält aber nur die Hälfte derjenigen, die behandlungsbedürftig sind, eine angemessene psychotherapeutische Versorgung.
    Ausgehend von diesem und weiteren Umfrage- sowie Studienergebnissen will der Vortragende einen Eindruck der Lebenswirklichkeit der aktuell heranwachsenden Generation "Y" ("Why?") vermitteln. Dabei wird er auch aus seiner praktischen Erfahrung als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut berichten.
    Welche Bedürfnisse hat die "Jugend von heute" und wie können diese sinnvoll befriedigt werden? Wie entstehen Probleme und was kann im Regulierungsprozess alles schief gehen? Was lernen wir daraus?
    Manche Erkenntnisse mögen überraschen, andere hingegen scheinen generationsübergreifend Bestand zu haben oder sind evtl. sogar universell ...
    Ralph Schliewenz

  • Katja Zetzsche "Klinische Psychologie in Beratungsstellen - ERFAHRUNGSBERICHT"
    • Darüber spricht man nicht... Doch! In einer Familienberatungsstelle kommen tagtäglich die unterschiedlichsten Themen, Lebenswelten, Ein- und Vorstellungen zur Sprache.
      Die Vortragende ist als Psychologin in einer Familienberatungsstelle tätig und gibt einen Einblick in den Arbeitsalltag, den Spagat zwischen Kooperation und Schweigepflicht sowie Möglichkeiten und Grenzen der Beratungsarbeit im Kontext Trennung/Scheidung.
  • Katja Zetzsche
  • Prof. Dr. Erich Kasten "NEUROPSYCHOLOGIE - Forschung und Praxis"
    Nach einem Verkehrsunfall mit Schädel-Hirn-Trauma gelingt es dem 28-jährigen Familienvater Finn G. nicht mehr eine Uhr in einen vorgegebenen Kreis zu zeichnen. Die 12 kommt ganz oben hin, aber der Rest? Irgendwie gelingt es ihm nicht mehr zu zählen und er hat vergessen, welche Ziffer wohin gehört.
    Neuropsychologie ist aus dem Überlappungsbereich zwischen der Neurologie und der Psy-chologie entstanden. Klinische Neuropsychologen beschäftigen sich mit der Diagnose und der Therapie von kognitiven Defiziten nach einer Schädigung des Gehirns. Im Vordergrund des therapeutischen Handelns steht dabei aber immer der Mensch mit seiner Betroffenheit über die eingetretene Behinderung, seinen Zukunftsängsten, aber auch seinen Wünschen, Zielen und Hoffnungen.
    In der Bundesrepublik Deutschland erleiden jährlich mehr als 250.000 Menschen Unfälle mit Kopfverletzungen, weitere 200.000 Personen haben eine Hirnschädigung infolge eines Schlaganfalls oder einer Hirnblutung. Rund 100.000 Personen in der BRD sind schwerbehin-dert infolge einer Schädigung des Gehirns. Diese Menschen leiden unter einer Vielzahl von Funktionsausfällen: Neben der Halbseitenlähmung und Ausfällen der Körperwahrnehmung sind Persönlichkeitsveränderungen, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, Gesichtsfeldausfälle, Unfähigkeit einfache Aufgaben des täglichen Lebens zu vollbringen, Orientierungsschwierigkeiten, Verlust der Fähigkeiten zu lesen, zu schreiben oder zu rechnen extrem belastend. Hinzu kommen psychische Probleme von Menschen, die oft aus einem völ-lig normalen Arbeitsleben plötzlich und ohne jegliche Vorwarnung in den Status eines Schwerbehinderten versetzt wurden.
    Die Arbeit des klinischen Neuropsychologen geschieht interdisziplinär, insbesondere in Zu-sammenarbeit mit Neurologen, Krankengymnasten, Ergo- und Sprachheiltherapeuten. Der Klinische Neuropsychologe muss sowohl über neurologisches Grundlagenwissen verfügen, wie auch in der Lage sein, spezielle Diagnosemöglichkeiten anzuwenden, übende Verfahren einzusetzen und klassische psychotherapeutische Verfahren anzuwenden. Es handelt sich also um eine vergleichsweise hochspezialisierte Gruppe innerhalb der Psychotherapeuten.
    Prof. Dr. Erich Kasten (Medical School Hamburg)

Die Fortbildung ist für alle Kollegen/innen und Studierende der Psychologie offen und kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir jedoch die Interessierten um eine Anmeldung bis zum 04.09.2018 bei unserer Geschäftsstelle unter info@bdp-klinische-psychologie.de

Der Antrag auf Akkreditierung der Veranstaltung wird bei der Landes-Psychotherapeuten-Kammer Schleswig-Holstein eingereicht.


 

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